Bremen (dpa) - Werder Bremen ist nach dem peinlichen Pokal-Aus dank Markus Rosenberg der Start in die neue Saison der Fußball-Bundesliga geglückt. Eine Woche nach der Niederlage gegen den Drittligisten Heidenheim gewann Werder das Punktspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern verdient mit 2:0 (0:0).

Vor 41 100 Zuschauern im Weserstadion schoss der in der vergangenen Saison ausgeliehene Rosenberg die umjubelten Treffer. Kurz vor Schluss vergab er ein drittes Tor und traf unbedrängt den Pfosten. Ohne Millionen-Einkauf Mehmet Ekici in der Startformation zeigte Werder eine gute Vorstellung mit deutlicher Dominanz, aber lange Zeit zu wenig zwingenden Aktionen. Während der teuerste Transfer der Bremer zunächst 45 Minuten auf der Bank saß, versuchte sich Marko Marin eine knappe Stunde auf der Zehnerposition, ohne dabei zu überzeugen.

Werder präsentierte das technisch bessere Spiel, hatte klar mehr Ballbesitz. Ekici sah von der Bank aber oft das Fehlen des finalen Passes aus dem Werder-Mittelfeld. Nach der Pause spielte er dann zunächst auf der rechten Mittelfeldseite, ehe er nach rund 60 Minuten ins Zentrum rückte und dabei einige gute Ansätze zeigte.

Der Sturm mit Lennart Thy und Rosenberg, die trotz des schwachen Pokalauftritts wieder beginnen durften, konnte sich anfangs selten durchsetzen. Nachwuchsmann Thy blieb trotz viel Laufarbeit blass, während sich Spanien-Rückkehrer Rosenberg in der zweiten Halbzeit in Szene setzte und in den entscheidenden Momenten in echter Torjägermanier traf - erst per Abstauber, dann mit perfektem Kopfball.

Die Defensive der Bremer stand relativ sicher. Mit dem erst seit wenigen Tagen einsatzfähigen Per Mertesacker als Abwehrchef neben dem aus Nürnberg gekommenen Andreas Wolf wirkte die Verteidigung souveräner. Allerdings hielten sich die Offensivbemühungen der Gäste in überschaubaren Grenzen. Lautern lauerte auf Konter, konnte den Ball jedoch nicht sehr oft schnell nach vorne bringen. Pierre de Wit mühte sich als Spielgestalter redlich, aber meist vergeblich.

Im Sturm sorgte Richard Sukuta-Pasu, der überraschend für Toptransfer Itay Shechter in der Startformation stand, nur durch seinen ungestümen Einsatz für Aufregung. Torgefahr entwickelte er wie seine Mitspieler kaum und musste in der zweiten Halbzeit für den Israeli Schechter Platz machen. Die beste Chance für die Gäste besaß Ivo Ilicevic bei seinem Lattentreffer (55.).

Ihre Stärken hatten die Pfälzer, die in der Vorsaison beide Spiele gegen die Norddeutschen gewonnen hatten, lange Zeit in der Defensivarbeit. Zunächst überzeugte Torhüter Kevin Trapp, sah dann aber bei Werders Führung schlecht aus. Einen Ball von Lukas Schmitz konnte er nicht festhalten, Rosenberg staubte ab. Seinen zweiten Treffer erzielte der vor knapp einem Jahr aussortierte Rosenberg per Kopf nach einer genauen Flanke des eingewechselten Wesley.