München (dpa) - Der Energieriese Eon steht nach dem beschleunigten Atomausstieg in Deutschland nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» möglicherweise vor einem drastischen Stellenabbau. Nach Information des Blattes erwägt das Unternehmen den Abbau von bis zu 10 000 Stellen weltweit.

Das wären mehr als zehn Prozent der gesamten Belegschaft. Damit würde der Sparkurs des Konzerns viel härter ausfallen als bisher bekannt. Zuletzt war nur von der Streichung einiger hundert Stellen die Rede. Möglicherweise werde der Aufsichtsrat des Konzerns bereits auf seiner Sitzung Anfang der kommenden Woche über entsprechende Szenarien informiert, berichtete die «SZ» weiter.

Der bevorstehende Stellenabbau könne alle Bereiche und Regionen des Konzerns betreffen, hieß es. Etwa ein Drittel der Stellen könnte dabei auf Deutschland entfallen.

Das Düsseldorfer Unternehmen wollte die Angaben am Freitag nicht kommentieren. «Infolge der erheblich veränderten Rahmenbedingungen prüft Eon derzeit mögliche Anpassungen der Strategie und der Aufstellung des Unternehmens», sagte ein Sprecher lediglich. «Entscheidungen sind noch nicht gefallen.»