Frankfurt/Main (dpa) - Positive Konjunkturimpulse aus den USA haben den Dax am Mittwoch auf ein Jahreshoch getrieben. Der Leitindex kletterte um 2,06 Prozent auf 6434,52 Punkte und stand zum Handelsschluss fast 50 Punkte über seinem bisherigen Jahreshoch vom August.

Der MDax stieg um 1,78 Prozent auf 9158,38 Punkte und notierte damit so hoch wie zuletzt im Juni 2008. Der TecDax verbuchte mit einem Plus von 2,71 Prozent auf 802,22 Punkte den prozentual größten Anstieg.

Geschäftsführer Thomas Körfgen von SEB Asset Management nannte die Fed-Protokolle vom Vorabend als treibende Kraft. Die US-Notenbank hatte angesichts der schleppenden Erholung der US-Wirtschaft den Weg für zusätzliche Stützungsmaßnahmen weiter geebnet. Zudem gebe es nach wie vor viel Liquidität im Markt und die Marktteilnehmer seien gewillt, auch in steigende Kurse einzusteigen.

Nach überraschend guten Quartalszahlen von JPMorgan und Intel legten sowohl Bank- als auch Technologieaktien deutlich zu. Titel der Deutschen Bank etwa verteuerten sich an der Dax-Spitze um 3,96 Prozent auf 41,65 Euro und Commerzbank zogen um 2,46 Prozent auf 6,544 Euro an. Die Aktien von Infineon Technologies gewannen 2,58 Prozent auf 5,488 Euro. Papiere von Dialog Semiconductor rückten um 1,27 Prozent vor.

Für Stahlwerte wie ThyssenKrupp und Salzgitter ging es um 3,37 und 4,43 Prozent nach oben. Die Titel dieser Branche gelten als besonders konjunktursensibel und seien deshalb wegen der aktuell guten Marktstimmung besonders gefragt, sagte ein Börsianer.

Im TecDax sprangen Aixtron mit einem Plus von 10,23 Prozent auf 22,74 Euro an die TecDax-Spitze. Ein Händler verwies auf ein Interview mit dem Geschäftsführer der Beleuchtungssparte von General Electrics (GE), Michael Petras. Der GE-Mann hatte geäußert, dass 75 Prozent des Umsatzes seiner Abteilung in den nächsten 10 Jahren durch Leuchtdioden (LED) gemacht würden. Die Nachfrage für LED werde mit den fallenden Preisen weiter steigen. Davon dürfte Aixtron als Anbieter von LED-Fertigungssystemen profitieren, sagte der Händler.

Papiere von Porsche schließlich stiegen um 4,95 Prozent auf exakt 39,00 Euro. Das Geschäft der Stuttgarter nimmt nach der Krise wieder spürbar Fahrt auf.