Köln (dpa) - Städte und Gemeinden betätigen sich immer häufiger als Unternehmer. Zwischen 2000 und 2007 sei die Zahl der kommunalen Unternehmen in den Flächenbundesländern um gut ein Fünftel auf knapp 13 000 gestiegen. Das ergab eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der Gesamtumsatz dieser Firmen stieg demnach im selben Zeitraum um zwei Drittel auf 213 Milliarden Euro.

Die Gewinne der kommunalen Unternehmen verdoppelten sich auf 9,9 Milliarden Euro. Weil die Städte Verluste aus defizitären Einrichtungen wie Schwimmbädern mit den Erlösen profitabler Töchter verrechnen dürften, sei 2007 unterm Strich noch ein Überschuss von 4,9 Milliarden Euro übrig geblieben. Besonders aktiv seien die Kommunen in der Energie- und Abfallwirtschaft sowie im Gesundheitssektor.

Die höchsten Umsätze mit kommunalen Unternehmen erwirtschafteten Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 48 Milliarden Euro - doppelt so viel wie im Jahr 2000. Der Überschuss lag 2007 in Baden-Württemberg bei 2,6 Milliarden Euro, in NRW bei 1,2 Milliarden Euro.