Manila/Bangkok (dpa) - Die Philippinen bereiten sich auf einen extrem starken Taifun vor. Die Behörden riefen die Bevölkerung im Norden des Landes am Sonntag auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Der Wirbelsturm «Megi» rase mit einer Windgeschwindigkeit von rund 225 Kilometern pro Stunde auf die Nordküste zu. Einzelne Böen erreichten Stärken von bis zu 260 Kilometern pro Stunde.

Der philippinische Wetterdienst gab Sturmwarnungen für 19 Provinzen heraus. «Megi» wird am Montagmorgen (Ortszeit) in der Region Cagayan erwartet. «Einwohner in den Niederungen und in Bergregionen, für die Sturmwarnungen gelten, müssen sich auf Springfluten und Erdrutsche einstellen», hieß es.

Womöglich werde der Sturm sogar noch stärker. Nach Behördenangaben zeichnen sich große Verluste für Bauern ab. «Wenn wir Zwangsevakuierungen vornehmen müssen, dann zur Sicherheit der Menschen», sagte der Regionaldirektor für Zivilschutz, Norma Talosig. «Unser Schwerpunkt liegt auf dem vorbeugenden Schutz, der ist leichter als ein Rettungseinsatz.»

Jedes Jahr wüten rund 20 Wirbelstürme auf den Philippinen. Im vergangenen Jahr kamen dabei fast 1000 Menschen ums Leben: Die Zyklone hatten in der Hauptstadt Manila die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten und Dutzende Erdrutsche im nördlichen Teil des Inselstaates ausgelöst.

Aus Thailand wurden unterdessen verheerende Überschwemmungen gemeldet. Nach starkem Regen, der zwei Tage lang andauerte, stehe das Wasser in mindestens 20 Dörfer im Norden bis zu einen Meter hoch, meldete die «Bangkok Post» am Sonntag. Ältere Einwohner der betroffenen Gebiete sprachen von der schlimmsten Flut seit 50 Jahren.