Hamburg/Schwerin (dpa) - Hacker haben die CDU-Internetseiten in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern vorübergehend lahmgelegt. «Wir hatten einen Hackangriff», sagte CDU-Sprecherin Christina Hintze am Dienstag in Hamburg.

Die Homepage sei über mehrere Stunden nicht zu erreichen gewesen. Stattdessen war ein Bild mit dem verfremdeten Wappen des Osmanischen Reichs zu sehen gewesen. Darunter wiesen sich «GHoST61 & Emre Y» als Urheber des Hackerangriffs aus und fügten hinzu: «Hi Hamburg: We are from Turkey.»

Im folgenden Text fragten die Hacker, wo das Geld für die Integration und die Moscheen bleibe. «Wo bleibt die Toleranz? Wo bleibt die Religionsfreiheit? Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?», hieß es weiter. Der Text endete mit den Worten: «Frau Merkel, wir erwarten Sie in Hamburg.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für Anfang November einen Besuch bei Integrationsprojekten in der Hansestadt geplant. Außerdem wird sie an diesem Mittwoch in Lübeck auf einer Regionalkonferenz der CDU-Landesverbände von Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg- Vorpommern erwartet. In Mecklenburg-Vorpommern, wo die Parteihomepage ebenfalls gehackt wurde, hat die CDU-Bundesvorsitzende ihren Wahlkreis.

Wie die Hacker in das System der CDU gelangen konnten, war zunächst unklar. Hintze kündigte an, dass die CDU Strafantrag stellen werde. Denkbar sei eine Anzeige wegen Datenveränderung oder Computersabotage.

CDU Hamburg

CDU Mecklenburg-Vorpommern