Berlin (dpa) - Die US-Rocker Linkin Park haben sich beim Auftakt-Konzert der Deutschland-Tournee in Berlin von ihren Fans feiern lassen.

Vor über 15 000 Zuschauern in der ausverkaufen O2 Worlds spielte die amerikanische Crossover-Band am Mittwochabend neben ihren routiniert vorgetragenen Hits wie «Numb», «In The End» oder «Shadow Of The Day» während der anderthalb Stunden Songs aus ihrem aktuellen Album «A Thousand Suns».

In ihrem vierten Studioalbum schlug die sechsköpfige Band aus Kalifornien ruhigere Töne an und versah die Lieder mit Original-Aufnahmen des ermordeten US-Bürgerrechtlers Martin Luther King oder des Erfinders der Atombombe, Robert Oppenheimer. Das Werk wird von der Fachwelt und den Fans unterschiedlich beurteilt, schaffte aber in Deutschland sofort nach seiner Veröffentlichung im September Platz eins der Album-Charts und wurde mit Platin dekoriert.

Während die rockigen Titel das Publikum in Berlin mitriss, mussten sich viele Fans an die ungewohnten Balladen des neuen Albums erst noch gewöhnen. Auf der dreieckigen Bühne, die in den Innenraum ragte, trieb Sänger Chester Bennington die Zuschauer mit seiner lauten Stimme an. Bis auf Videoeinspielungen war die Bühnenshow eher minimalistisch gehalten und verzichtete weitgehend auf die sonst oft üblichen spektakulären Lichteffekte.

Linkin Park landeten 1999 bereits mit ihrem ersten Album «Hybrid Theory» einen weltweiten Erfolg. Mittlerweile verkaufte die Band über 55 Millionen Tonträger und gilt nicht zuletzt dank einer cleveren Marketing-Strategie als eine der populärsten Rockbands des vergangenen Jahrzehnts.

Die Band gastiert bis zum 2. November in fünf weiteren deutschen Städten: 22. Oktober Stuttgart (Schleyerhalle), 26. Oktober Dortmund (Westfalenhalle), 27. Oktober Köln (Lanxess Arena), 29. Oktober Hamburg (O2 World), 2. November Frankfurt/Main (Festhalle)