Yeongam (dpa) - Die Formel-1-Fahrer haben die neue Grand-Prix- Strecke in Südkorea nach ihren ersten Eindrücken gelobt. «Ich bin sehr positiv überrascht», sagte Rekordweltmeister Michael Schumacher in Yeongam.

«Die Strecke macht einen sehr guten Eindruck. Zeitweise kommt man sich vor, als hätte man Kurven aus Monte Carlo oder Istanbul eingebaut», sagte Mercedes-Pilot Schumacher zum 5,621 Kilometer langen Kurs im Süden des Landes. Auch Teamkollege Nico Rosberg, der den Kurs per Motorroller in Augenschein genommen hatte, zeigte sich angetan. Die Austragung des Rennens am 24. Oktober war wegen Bauverzögerungen bis zuletzt gefährdet. «Ich bin positiv überrascht, wie fertig die Strecke schon aussieht», betonte Sauber-Pilot Nick Heidfeld. Adrian Sutil von Force India fand sie «auf den ersten Blick sehr interessant».

In den Stunden vor dem ersten Training mussten allerdings noch Restarbeiten betrieben werden. In einigen Bereichen waren noch immer Kräne und Gabelstapler im Einsatz. Sorgen um den frisch verlegten Asphalt macht sich Rosberg nicht. Außer, dass er «extrem glatt» sei.

«Die große Unbekannte ist das Griplevel und wie die Reifen aussehen werden», betonte auch WM-Spitzenreiter Mark Webber (Red Bull). Erst mit zunehmender Rundenzahl wird der Asphalt griffiger, damit dürften die Zeiten sich stetig verbessern. Erschwert wird dadurch die Abstimmung der Autos, da die Verbesserungen auch durch den verstärkten Grip zustande kommen können und nicht am Wagen liegen könnten.