Yeongam (dpa) - Zum 300. Mal tritt Mercedes am 24. Oktober in einem Formel-1-Rennen an. Doch ausgerechnet im Comeback-Jahr von Michael Schumacher haben die Silberpfeile wenig Grund zum Feiern.

An einen Sieg durch Rekordweltmeister Schumacher oder Champions-Sohn Nico Rosberg ist bei der Premiere in Yeongam nicht zu denken. Getrübt ist die Jubiläums-Stimmung deswegen aber laut Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug «überhaupt nicht».

Und den Grund liefert er in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa gleich mit: «Seit unserem ersten Sieg der Neuzeit gewannen Mercedes getriebene Formel-1-Fahrzeuge 73 von 239 Grand Prix - im Schnitt also fast jedes dritte Rennen.» Beim ersten Formel-1-Engagement durften sich die Schwaben 1954 und 1955 sogar über den WM-Titel jeweils durch Juan Manuel Fangio freuen.

An diese Erfolgsbilanzen wolle und «werden wir auch mit Mercedes Grand Prix Petronas anknüpfen, aber als junges Team müssen wir noch lernen und uns dadurch stetig verbessern», meinte Haug. Sein Arbeitgeber beliefert neben dem langjährigen Partner McLaren auch noch Force India mit Motoren.