London (dpa) - Englands Fußball-Meister FC Chelsea bleibt weiter spitze - und niemand scheint ihm gefährlich zu werden.

«Sie sind skrupellos und verschlingen die Gegner, während sie die Premier League von oben betrachten. Dort stehen sie seit April. Niemand scheint in der Lage zu sein, sie zu verdrängen», schrieb das auflagenstärkste Boulevardblatt «News of the World» nach dem 2:0-Sieg der «Blues» über die Wolverhampton Wanderers. Bescheidener formulierte es Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti: «Es ist wichtig zu gewinnen, auch wenn man nicht 100 Prozent da ist.»

Der FC Arsenal schlug im Spitzenspiel das zuvor zweitplatzierte Manchester City mit 3:0 und verdrängte den Club des deutschen Nationalverteidigers Jerome Boateng als erste Verfolger. Arsenal kam im «City of Manchester»-Stadion zugute, dass Citys Abwehrspieler Dedryk Boyata schon in der 5. Minute wegen groben Foulspiels vom Platz gestellt wurde. Für ihn rückte Boateng ins Abwehrzentrum, konnte die Treffer von Samir Nasri (23.), Alex Song (66.) und Nicklas Bendtner (88.) aber nicht verhindern. Arsenal- Kapitän Cesc Fabregas (41.) konnte es sich sogar erlauben, einen Elfmeter zu vergeben.

Ohne seinen am Knöchel verletzten Stürmerstar Wayne Rooney, der seinen 25. Geburtstag mit Frau Coleen am Strand von Dubai feierte, gewann Manchester United bei Stoke City mit 2:1. Die Mannschaft des deutschen Verteidigers Robert Huth leistete ManUnited erbitterte Gegenwehr. Die Führung von Javier Hernandez (27. Minute) glich Tuncay noch aus (81.), aber dem Mexikaner gelang kurz darauf die Entscheidung (86.). Die «Red Devils» hielten so wie Arsenal und ManCity den Rückstand auf Chelsea bei fünf Zählern.

Dem FC Liverpool gelang im «Kellerduell» gegen Blackburn Rovers mit dem 2:1 am neunten Spieltag der langersehnte zweite Saisonsieg. Werder Bremens Champions-League-Konkurrent Tottenham Hotspur kam am 9. Spieltag gegen den FC Everton nur zu einem 1:1. Dem Ex-Hamburger Rafael van der Vaart gelang mit seinem fünften Treffer im achten Pflichtspiel der Ausgleich für die «Spurs» (20. Minute).

Chelsea steckte offenbar die Champions-League-Partie gegen Spartak Moskau noch in den Knochen, dennoch setzten sich die Titelverteidiger dank Treffern von Florent Malouda (23.) und Salomon Kalou (81.) durch und blieben zum achten Mal in Folge im heimischen Stadion an der Stamford Bridge ohne Gegentreffer. «Sie haben sehr gut gespielt, es war schwieriger, als wir erwartet hatten», lobte Ancelotti die gegnerischen «Wolves» und hob in den eigenen Reihen den wiedererstarkten Verteidiger Jose Bosingwa heraus: «Er war einer der besten Spieler auf dem Feld.»