Yeongam (dpa) - Bernd Mayländer ist der Mann für Formel-1-Notfälle. Der ehemalige DTM-Pilot steuert seit 2000 das Safety-Car in der Königsklasse des Motorsports.

Und beim Regenchaos von Yeongam stockte Mayländer sein Kilometer-Konto im silbernen Edelflitzer mit den warnenden gelben Lichtern auf dem Dach deutlich auf. Auf dem Beifahrersitz immer mit an Bord: Co-Pilot Peter Tibbetts.

Wenn's brenzlig wird, gibt Mayländer das Tempo vor. Bei Unfällen oder wenn die Strecke gesäubert werden muss. Oder bei Regen, wenn an Rennfahren kaum zu denken ist. So wie phasenweise bei der Formel-1- Premiere in Südkorea, als andauernder Niederschlag die 5,621 Kilometer lange Piste in eine Wasserrutschbahn verwandelt hatte.

Im elften Jahr steuert der Waiblinger bereits das Sicherheitsauto. Koordiniert wird das Team Mayländer/Tibbetts von Renndirektor Charlie Whiting und dessen Stellvertreter Herbie Blash. Droht Gefahr auf der Strecke bekommt Mayländer per Funk die Anweisung «Safety-car stand- by!». Bei falschem Alarm heißt es «Safety car stand-down!»

Raus auf die Strecke muss er, sobald der Funkspruch kommt: «Safety-car go!» Und dann versuche er immer am Limit zu fahren: «Für ein Formel-1-Auto sind 280 Stundenkilometer aber langsam».