Yeongam (dpa) - Enttäuscht, aber nicht am Boden zerstört präsentierte sich Sebastian Vettel nach seinem bitteren Aus beim Großen Preis von Südkorea.

In Führung liegend platzte der Motor beim Red Bull des 23-Jährigen - und mit ihm die Hoffnung, auf dem neuen Formel-1-Kurs in Yeongam als erster Deutscher nach Michael Schumacher im Oktober 2006 die WM-Führung zu übernehmen. Die Hoffnung auf den WM-Titel hat Vettel aber noch nicht aufgegeben.

Wie oft sind Sie heute durch Himmel und Hölle gegangen?

Vettel: «Ich denke, es war eines der schwierigsten Rennen in diesem Jahr mit den Bedingungen. Im Moment ist man natürlich enttäuscht. Ich kann aber nichts dran machen. Im Endeffekt bin ich sehr zufrieden mit dem Rennen gewesen. Ich hatte zu jeder Zeit den Rest des Feldes im Griff. Ich denke, es wär' kein Problem gewesen, die zehn Runden zu Ende zu fahren. Nun steh' ich aber hier und das Rennen läuft noch. Ändern lässt sich nichts mehr, das ist natürlich bitter. Es wären wichtige Punkte gewesen. Aber es ist irgendwie die Story des Jahres.»

Was haben Sie gedacht, als die Probleme mit dem Motor auftraten?

Vettel: «Ich habe gehofft, dass sich das Problem irgendwie in Luft auflöst und alles wieder gut geht. Es ist eine Frage der Zeit. Wenn weißer Rauch aufsteigt, ist das Thema ganz erledigt. Was soll man da machen, einschlafen kann ich heute Nacht gut.»

Wie gehen Sie nun die beiden noch ausstehenden Rennen an?