London (dpa) - Der US-Musiker Carlos Santana wird schon zu Lebzeiten als Gitarrengott gefeiert. Da scheint es nur konsequent, dass der Altmeister für sein neues Album die unsterblichen Klassiker der Rockmusik neu interpretiert.

Mit dabei sind Led Zeppelins «Whole Lotta Love» und Deep Purples «Smoke On The Water». Zum 30. Todesjahr von John Lennon spielte Santana auch den Beatles-Hit «While My Guitar Gently Weeps» mit der US-Sängerin India Arie ein. Der 63-Jährige sprach mit der Nachrichtenagentur dpa in London über die Platte «Guitar Heaven: The Greatest Guitar Classics Of All Time».

Wie ist es im «Gitarrenhimmel»?

Santana: «Das fühlt sich sehr gut an, mit höchster Zufriedenheit den gesamten Garten Eden zu hören. Ich lernte sehr viel über Freude, die eintritt, wenn Angst beiseite geschoben wird.»

Warum ist Angst ein so großes Thema für viele Musiker dieser Zeit?

Santana: «Weil alle Fernsehsender es auf Angst anlegen. Gewalt, Angst, Gewalt, Angst - das ist doch sehr langweilig. Im Leben gibt es viel Schönheit und Anmut. Ich achte auf Wörter von Genies wie Einstein, der sagte, Fantasie ist wichtiger als Wissen. Mit Fantasie waren Bob Dylan, John Lennon, Marvin Gaye, Miles Davis und Louis Armstrong in der Lage, unsterblich zu werden. Manche setzen auf Angst, wir Musiker auf Liebe und Freude. Sie sind kreativ und mächtig. Das Leitmotiv von Angst ist Suchen, ohne fündig zu werden.»

Durch Liebe und Freude werden auch Sie irgendwann unsterblich sein.