Deutscher Soldat in Afghanistan getötet - Merkel bestürzt

Berlin (dpa) - Bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan ist ein deutscher Soldat getötet worden. Sechs Soldaten seien bei dem Anschlag in der Unruheprovinz Baghlan verwundet worden, sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Kanzlerin Angela Merkel äußerte sich bestürzt über die Selbstmordattacke. Sie verurteile den feigen Anschlag, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Den Angehörigen sprach Merkel ihr Mitgefühl aus. Auch Außenminister Guido Westerwelle reagierte erschüttert. Die Grünen- Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin verurteilten den Anschlag als hinterhältig und grausam. Linksfraktionschef Gregor Gysi forderte erneut den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.

Stuttgart 21: Geißler fordert Baustopp während der Verhandlungen

Stuttgart (dpa) - Der Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler hat einen Baustopp während der Verhandlungen angekündigt. Die Maßnahme im Streit um den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs sei mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus und Bahnchef Rüdiger Grube abgesprochen. Das sagte Geißler am Abend im Stuttgarter Hauptbahnhof. Es dürften keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden, während die Argumente ausgetauscht werden. Geißler wiederholte, dass es keine Vorbedingungen geben dürfe. Die Gespräche sollen Ende der kommenden Woche beginnen und befristet werden.

Islam-Debatte schlägt weiter hohe Wellen

Berlin (dpa) - Die von Bundespräsident Christian Wulff entfachte neue Debatte über die Rolle des Islam in Deutschland schlägt weiter hohe Wellen. Die Union lehnt die rechtliche Gleichstellung des Islam als Religionsgemeinschaft mit den christlichen Kirchen scharf ab. Das hatten SPD und Grüne gefordert. Hessens früherer Ministerpräsident Roland Koch verteidigte Wulffs Vorstoß für eine Aufwertung des Islam in Deutschland. Koch sagte im ZDF, der Denkanstoß des Bundespräsidenten gehe in die richtige Richtung.

Winterreifen-Pflicht ab Oktober - Widerstand gegen Riesen-Lkw