Weltbank-Präsident warnt vor Währungsturbulenzen =

Tokio (dpa) - Weltbank-Präsident Robert Zoellick hat vor Währungsturbulenzen gewarnt. Exzessive Interventionen am Devisenmarkt können zu Spannungen auf den Währungsmärkten führen, sagte Zoellick der japanischen Wirtschaftszeitung «Nikkei». Angesichts der unsicheren Wirtschaftserholung sollten Länder versuchen, «auf den Märkten Ängste nicht noch zu schüren, um einen Handelskonflikt oder Währungskonflikt zu vermeiden». Der Kampf einzelner Länder gegen die Verteuerung ihrer Währung sind nach Ansicht Zoellicks ein Zeichen für größere Probleme, die eine Gefährdung der weltwirtschaftlichen Erholung darstellen könnten. Eine Bewertung dieser Länder lehnte er ab.

Bundesbanker Nagel soll Sarrazin-Nachfolger werden =

Frankfurt/Main (dpa) - Nach der Aufregung um Politprovokateur Thilo Sarrazin kommt der nächste Bundesbankvorstand aus den eigenen Reihen. Rheinland-Pfalz und das Saarland schlugen den bis dato weitgehend unbekannten Volkswirt Joachim Nagel (44) als Nachfolger vor. Nagel ist derzeit Leiter des Zentralbereichs Märkte bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt und soll jetzt in das Führungsgremium rücken. Darauf verständigten sich die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland, die turnusgemäß das Vorschlagsrecht haben, wie die Staatskanzleien beider Länder am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Über die Personalie entscheidet der Bundesrat, möglicherweise in seiner Sitzung am 5. November.

Maschinenbau will Schwung mit ins neue Jahr nehmen =

München (dpa) - Nach der rasanten Aufholjagd im laufenden Jahr hat der deutsche Maschinen- und Anlagenbau auch für 2011 ein deutliches Wachstum in Aussicht gestellt. Dann dürfte die Produktion um acht Prozent zulegen, nach voraussichtlich sechs Prozent in diesem Jahr. Das sagte der scheidende Präsident des Branchenverbandes VDMA, Manfred Wittenstein. «Seit Sommer 2009 geht es mit dem Bestelleingang wieder bergauf», sagte Wittenstein. In den ersten acht Monaten dieses Jahres hätten die Aufträge im Jahresvergleich um ein gutes Drittel zugelegt, sagte Wittenstein. «Die Konjunktur ist 2010 gut in Fahrt gekommen.» Die starke Dynamik habe auch die Branche selbst überrascht.

Brüderle für kräftige Lohnerhöhungen =