Essen (dpa) - Der größte deutsche Baukonzern Hochtief bereitet weitere Maßnahmen zur Abwehr der Übernahmepläne des spanischen Großaktionärs ACS vor.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Samstag einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Spiegel», wonach am kommenden Montag der sogenannte ad-hoc-Aufsichtsrat des Unternehmens über weitere Schritte im Übernahmekampf mit dem spanischen Angreifer beraten wird. Der Ausschuss des Kontrollgremiums, in dem kein Vertreter der spanischen Anteilseigner sitzt, war eigens zur Abwehr der als feindlich angesehenen Übernahme gegründet worden.

Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Unter anderem dürfte es um die Frage gehen, wie viele Anteile sich der spanische Baukonzern an dem Essener Unternehmen schon gesichert hat. Zuletzt war ACS mit knapp 30 Prozent an Hochtief beteiligt, rund 65 Prozent der Anteilsscheine befinden sich im Streubesitz. Zuletzt hatte sich der britische Investmentfonds Centaurus Capital auf die Seite der Spanier geschlagen und die Hochtief-Führung aufgerufen, die Waffen zu strecken.

ACS hatte vor gut drei Wochen angekündigt, seinen Anteil zunächst auf über 30 Prozent auszubauen, um die Beteiligung dann über Zukäufe an der Börse auf über 50 Prozent aufzustocken. Der Hochtief-Vorstand um den Vorsitzenden Herbert Lütkestratkötter sieht die Pläne als einen feindlichen Akt.