Suzuka (dpa) - Bernie Ecclestone hat offensichtlich keine Zweifel mehr an der Formel-1-Premiere in Südkorea in zwei Wochen. «Ich werde dort sein und die Welt wird zuschauen und wir werden ein großartiges Rennen haben», sagte er der britischen Zeitung «Daily Express».

Nachdem der Geschäftsführer der Königsklasse selbst zuvor noch Bedenken geäußert hatte, meinte Ecclestone nun: «Sie hatten Probleme, aber sie haben Wunder in den wenigen vergangenen Wochen verbracht.» Das Rennen soll in Yeongam steigen, knapp 400 Kilometer südlich von Seoul. Bilder von den Bauarbeiten hatten zuletzt immer wieder die Frage aufgeworfen, ob die Südkoreaner das Projekt bis zur Premiere rechtzeitig realisieren können. An diesem Montag will sich der Internationale Automobilverband FIA von dem Zustand der Strecke und den Begebenheiten selbst überzeugen und den Kurs durch Renndirektor Charlie Whiting abnehmen. «Sie werden die Inspektion bestehen», prophezeite Ecclestone.

Wenn nicht, droht wohl nicht nur eine empfindliche Strafe. Pyeongchang tritt zum dritten Mal bei der Bewerbung um Olympische Winterspiele an. Sollte Südkorea mit der Umsetzung eines geplanten Formel-1-Rennens scheitern, könnte dies gegebenenfalls auch die Chancen des Münchner Hauptkonkurrenten um Olympia 2018 beeinträchtigen.

Für die Entscheidung in der Formel-1-Weltmeisterschaft und die Chancen von Verfolger Sebastian Vettel ist die Austragung ebenfalls bedeutungsvoll. Mit dem Großen Preis von Japan an diesem Sonntag bleiben dem Heppenheimer insgesamt nur noch vier Rennen inklusive Südkorea, den 21-Punkte-Rückstand auf seinen in der WM führenden Red-Bull-Kollegen Mark Webber aufzuholen.