Barcelona (dpa) - Die beiden Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona enteilen ihren Konkurrenten in der Primera División. Der spanische Fußball-Rekordmeister Real mühte sich zu einem 1:0 (0:0) bei Sporting Gijon und liegt mit 29 Punkten nun wieder einen Zähler vor Barca.

Barca hatte dank einer neuerlichen Gala von Weltfußballer Lionel Messi den Tabellendritten FC Villarreal mit 3:1 bezwungen. Bei Reals mühevollem Sieg in Gijon standen die beiden deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira in der Startformation, fanden aber zunächst auch nicht die entscheidende Lücke in Gijons Abwehrverbund.

Erst der Argentinier Gonzalo Higuain brach mit seinem Treffer in der 82. Minute den Bann. Özil wurde in der 89. Minute ausgewechselt, Khedira sah im ersten Durchgang die Gelbe Karte. Gijons Abwehrspieler Alberto Botia flog in der Nachspielzeit nach einem Foul an Cristiano Ronaldo vom Platz.

Zuvor hatte der FC Barcelona beim fünften Liga-Sieg hintereinander geglänzt. Star des Abends im Spitzenspiel gegen Villarreal war Messi, der den amtierenden Meister mit zwei Toren zum 3:1-Erfolg im Camp- Nou-Stadion führte. Der 23-jährige Argentinier stellte zugleich einen neuen persönlichen Rekord auf: Erstmals in seiner Karriere hat er in sieben Spielen in Serie getroffen. «Er ist ein Koloss, der ohne mit der Wimper zu zucken eine Partie entscheiden kann», schwärmte das Madrider Sportblatt «Marca».

Selbst Villarreals Trainer Juan Carlos Garrido erkannte an: «Messi ist der beste Spieler der Welt. Mit seinen Aktionen setzt er Maßstäbe.» Barça-Coach Josep Guardiola lobte indes sein Team als Ganzes: «Meine Mannschaft ist ein Schmuckstück. Es macht einfach Spaß, sie spielen zu sehen.» Der 39-Jährige hatte besonderen Grund zur Freude, denn seit vier Jahren hatten die Katalanen Villarreal nicht schlagen können.

In der Partie hatte WM-Star David Villa (22.) den Meister zunächst in Führung gebracht. Nilmar glich in der 27. Minute für die Gäste aus. Messi brachte die Katalanen jedoch mit seinem Lupfer nach Traum- Kombination in der zweiten Hälfte erneut in Führung (58.) und sorgte auch für die endgültige Entscheidung (83.).

Vor Reals Partie in Gijon war die Stimmung gereizt, denn Real- Trainer José Mourinho hatte sich abfällig über den Gegner geäußert. Der Portugiese behauptete, Gijón habe sich im September vom FC Barcelona besiegen lassen. Das Spiel im Camp Nou hatten die Katalanen damals mit 1:0 gewonnen.