London (dpa) - Mit dem Historienwälzer «Die Säulen der Erde» hat der britische Autor Ken Follett (61) ein absolutes Kultbuch geschaffen. Jahrelang stand es auf den deutschen Bestsellerlisten. Filmemacher rissen sich um die Rechte.

Jetzt kommt der Stoff um eine mittelalterliches Kathedrale ins Fernsehen, als Mehrteiler. Die internationale Produktion ist von diesem Montag an bei Sat.1 zu sehen. Follett hat die Verfilmung mit Spannung beobachtet, erzählt er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Anders als mancher Schriftsteller-Kollege haben Sie großes Interesse am Filmdreh gehabt und sind sogar in einer Mini-Nebenrolle zu sehen. Wie waren Sie in die Verfilmung involviert?

Follett: «Ich habe nichts geschrieben, ich habe keinen kreativen Input gegeben. Aber ich war als Gast da. Ich war natürlich sehr gespannt, zum Set zu fahren und zu sehen, was sie dort machen. Als allererstes habe ich das Skript gelesen, und das gefiel mir sehr gut.»

Hatten Sie keine Angst, dass das Skript völlig daneben liegen und mit ihrem Buch nicht mehr viel zu tun haben könnte?

Follett: «Ja, ich hatte schon ein bisschen Angst. Es ist immer etwas nervenaufreibend, denn die Filmemacher müssen die Geschichte verändern. Sie erzählen Geschichten in Bildern, und ich in Worten. Es macht einen nervös. Aber wenn es gut funktioniert, ist es sehr aufregend.»

Was hat Sie an der Arbeit der Filmemacher besonders fasziniert?