Mar del Plata (dpa) - Mit dem Film «Somewhere» der Regisseurin Sofia Coppola ist am Samstag das 25. Internationale Filmfestival im argentinischen Mar del Plata eröffnet worden.

Bis Sonntag kommender Woche (21.11.) sind in dem Seebad 400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Buenos Aires 314 Spiel- und Kurzfilme aus fast 50 Ländern, darunter auch Deutschland, zu sehen. 40 Prozent der Filme sind argentinisch. In dem südamerikanischen Land hatten in diesem Jahr 104 Filme aus heimischer Produktion Premiere und es wurden 170 Filme gedreht.

Als Gast der «silbernen Edition» des einzigen A-Festivals Lateinamerikas ist dieses Jahr auch Bruno Ganz dabei, der für seine schauspielerischen Leistungen und erfolgreiche Karriere geehrt werden soll. Der weltweit gefeierte Film «Der Untergang» und seine neue Produktion «Der große Kater» werden zu sehen sein.

Im internationalen Wettbewerb konkurrieren um den «Goldenen Astor» Rafi Pitts deutsch-iranische Co-Produktion «Zeit des Zorns» und auch «White White World», eine Co-Produktion mit serbischer, deutscher und schwedischer Beteiligung. Außerdem wird «Madmans Dictionary» von Benno Trautmann und «Die Friseuse» von Doris Dörrie gezeigt, deren Filme in Argentinien immer besonderen Anklang finden.

Eine Spezialvorstellung wird dem deutschen Film von 1959 «Die Brücke» von Bernhard Wicki gewidmet, der vor genau 50 Jahren in diesem Festival den Preis für den besten Film gewonnen hatte. Nach 1970 hatte das Festival 26 Jahre lang aus wirtschaftlichen und politischen Gründen nicht stattgefunden. Erst seit 1996 lockt es wieder jährlich zehntausende Zuschauer an.