Abu Dhabi (dpa) - Fragen an Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz nach dem Formel-1-Titelgewinn von Sebastian Vettel in Abu Dhabi:

Was bedeutet es Ihnen, dass Sebastian Vettel nun doch noch Weltmeister geworden ist?   

Mateschitz: «Wir haben keine Präferenz gehabt für Mark Webber oder Sebastian Vettel, sondern haben gesagt: Wer am Ende die Nase vorn hat, ist der Glücklichere. Man darf nicht vergessen, dass auch der Mark Webber das ganze Jahr über einen fantastischen Job gemacht hat. Jetzt konzentriert sich natürlich alles auf den Weltmeister. Das ist so normal im Sport, der Zweite ist der erste Verlierer. Aber wir freuen uns natürlich alle mit Sebastian, er hat es verdient. Der große Wunschtraum, dass er der jüngste Weltmeister wird, ist in Erfüllung gegangen, und da kann man sich nur freuen.»

Haben Sie so einen Erfolg erwartet, als Sie sich für die Investition in die Formel 1 entschieden haben?

Mateschitz: «Das ist immerhin 16 Jahre her, dass wir uns für die Formel 1 entschieden haben. Wir waren ja zehn Jahre lang Titel-Gesellschafter beim Sauber-Team. Aber jetzt ist es schon schnell gegangen.»

Was hat Sebastian Vettel jetzt für eine Zukunft vor sich?

Mateschitz: «Er wird ein paar Mal Champion werden. Die nächsten Weltmeisterschaften führen sicherlich die nächsten Jahre über den Sebastian, vorausgesetzt er sitzt im richtigen Auto. Wir werden uns bemühen, ihm dieses Auto zu geben. Wenn wir dazu nicht imstande sind, dann ist er ganz einfach frei, dorthin zu gehen, wo er wieder Weltmeister werden kann.»