FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Schuldenkrise in Irland hat auch am Dienstag den Eurokurs gedrückt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3550 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch bei 1,3654 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3612 (Montag: 1,3626) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7346 (0,7339) Euro.

"Die Schuldenkrise in Irland dominiert derzeit den Devisenmarkt", sagte Antje Praefcke, Devisenexpertin der Commerzbank. "Die Unsicherheit darüber, ob Irland finanzielle Hilfe der EU in Anspruch nimmt, belastet den Euro." Am Nachmittag trafen sich in Brüssel die Finanzminister der Eurozone. Eine Stellungnahme soll um 20 Uhr veröffentlicht werden. Die hohe Verunsicherung zeigte sich auch wieder an den über acht Prozent gestiegenen Renditen für zehnjährige irische Staatsanleihen.

"Ein Auslösen des Hilfsmechanismus der Eurozone könnte sich als moderat positiv auf den Eurokurs auswirken", sagte Praefcke. Die Unsicherheit wäre damit zunächst aus dem Markt. Konjunkturzahlen aus der Eurozone und den USA hätten in diesem Umfeld keine Rolle gespielt, sagte Praefcke. So waren in Deutschland die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) überraschend gestiegen.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro <EURUS.FX1> auf 0,85100 (0,84790) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 113,21 (113,31) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,3408 (1,3428) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> festgelegt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.349,00 (1.368,50) Dollar gefixt. Ein Kilo Gold kostete 31.660,00 (31.700,00) Euro.