Berlin (dpa) - Asteroiden, auch Planetoiden genannt, gelten als Überreste aus der Frühzeit unseres Sonnensystems. Sie sind übriggebliebener Baustoff von Planeten und Monden. Ihre genaue Zusammensetzung ist daher für Astronomen besonders interessant.

Sie erhoffen sich von diesen Himmelskörpern Erkenntnisse über Entstehung und Jugend unseres Planetensystems. Der Durchmesser der Gesteinsbrocken reicht von einigen Metern bis zu 1000 Kilometern. Die meisten Asteroiden kreisen im Planetoidengürtel zwischen Mars und Jupiter um die Sonne. Astronomen schätzen ihre Zahl auf etwa 100 000. Wegen der vergleichsweise geringen Größe der Asteroiden beträgt ihre Gesamtmasse jedoch nur etwa drei Prozent der Masse des Erdenmondes.

Die Erforschung der Planetoiden ist auch aus einem weiteren Grund interessant: Einige hundert befinden sich auf einem potenziellen Kollisionskurs mit der Erde. Etwa alle 200 Millionen Jahre ist nach Schätzungen von Astronomen mit dem Einschlag eines 10 Kilometer großen Brockens zu rechnen, alle 10 000 Jahre schlägt irgendwo auf der Erde ein Objekt mit 100 Metern Durchmesser ein.