Salzburg (dpa) - Er zeichnet die Rennautos immer noch mit Papier und Stift und wirkt irgendwie auch immer ein bisschen kauzig. Adrian Newey ist vor allem aber eines: Ein Erfolgsgarant. Mit dem Red-Bull-Triumph in der Formel 1 gelang ihm der bereits der siebte Streich.

Geboren wurde Newey am zweiten Weihnachtsfeiertag 1958 in William Shakespeares Stratford-upon-Avon. Seine Autos sind ein Gedicht. Seit 30 Jahren ist der Engländer fester Bestandteil in der Formel 1.

Newey ist studierter Luftfahrtingenieur und hat auch am Höhenflug von Red Bull und Sebastian Vettel großen Anteil. 2006 wechselte er zu den «Bullen». Wenige Jahre paar später sitzt er auf dem Podium des WM-Siegers der Fahrer- und Konstrukteurswertung 2010. «Eine fantastische Reise», sagt er. Via Williams - vier Konstrukteurstitel in den 90er Jahren - und McLaren (zwei Titel) kam er zu Red Bull.

Der passionierte Oldtimer-Sammler ist immer auf dem neuesten Stand. «Man muss die Regeln studieren und schauen, welche Möglichkeiten sie eröffnen und welche Gebiete man dadurch erkunden kann», lautet sein Credo. Mit dem Wagen für die Titelverteidigung im kommenden Jahr liegen er und seine Ingenieure sowie Mechaniker voll im Zeitplan. Entworfen hat er den «RB7» auch wieder mit Papier und Stift: «Ich kann am Computer einfach keine Autos zeichnen.»