Frankfurt/Main (dpa) ­ In der wechselvollen Geschichte der 1968 gegründeten Hardrockband Deep Purple war Ian Gillan gleich dreimal als Sänger dabei ­ von 1969 bis 1973, von 1984 bis 1989 und seit 1992 bis heute.

Auch im Rentenalter tourt er unermüdlich - bis Ende November ist er mit seiner Band noch in Deutschland unterwegs. Daneben findet der Brite noch Zeit für ein neues Metier: er schreibt an einem Roman, wie er im Interview der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Deep Purple wurde einmal als lauteste Band der Welt bezeichnet. Wo würden Sie sich heute einordnen?

Gillan: «Diese Beschreibung kam nicht von uns, sondern von anderen. Also wird sie wohl objektiv sein. Ich würde uns eine Rockband nennen. Das ist es, was wir immer waren und immer sein werden. Nicht mehr und nicht weniger.»

Sie sind 65 ­ da gehen viele Leute in Rente. Was treibt Sie immer noch auf die Bühne?

Gillan: «Es ist einfach weiterhin aufregend. Ich spüre immer noch dieses Kribbeln im Bauch. An Konzerttagen geht das immer beim Mittagessen los, wenn ich beginne, daran zu denken, was abends auf der Bühne passieren wird. Ich wüsste auch einfach nicht, was ich ansonsten tun sollte. Ich bin immer am Schreiben, auch unterwegs.»

Das klingt, als ob sich Fans Hoffnung auf ein von ihnen sehnsüchtig erwartetes neue Deep-Purple-Album machen könnten?