Berlin (dpa) - Für Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und seine Jäger nimmt mit den Reifentests in Abu Dhabi schon die Vorbereitung auf die Saison 2011 an Fahrt auf. Am 19. und 20. November probieren Vettel & Co. auf dem Yas Marina Circuit die neuen Pneus aus.

Auch an einige andere Veränderungen müssen sich die Fahrer für das kommende Jahr in der Königsklasse gewöhnen. Ein Überblick.

Neue Reifen: Pirelli löst Bridgestone als offizieller Reifen- Lieferant ab. Die Reifen sind ein entscheidender Erfolgsfaktor, daher jetzt die Tests in Abu Dhabi. Das Auto, das möglichst optimal mit den neuen Reifen arbeitet, hat im kommenden Jahr beste Chancen.

Begrenztes Budget: Die Teams haben sich auf ein Limit für die Ausgaben geeinigt. Künftig dürfen nur noch maximal 350 Mitarbeiter direkt an der Auto-Entwicklung feilen. Von 2012 an sollen es höchstens 280 sein. Vor allem Ferrari, McLaren und Vettels Red-Bull- Rennstall müssten demnach ihren Personalstand drastisch reduzieren.

Mehr Rennen: Zum ersten Mal werden 20 WM-Läufe gefahren. Neu dabei ist der Große Preis von Indien am 30. Oktober. Die Saison beginnt am 13. März in Bahrain und endet am 27. November in Brasilien. Das Deutschland-Rennen auf dem Nürburgring steigt am 24. Juli.

Extra Schub: Das Energie-Rückgewinnungssystem KERS kommt wieder. 2009 hatten es die Rennställe unter großem Aufwand eingeführt, in diesem Jahr war es verboten. Brems-Energie wird in Schubkraft umgewandelt und kann vom Fahrer per Knopfdruck jede Runde für kurze Zeit eingesetzt werden - am besten zum Überholen.

Neue Aerodynamik: Der einst umstrittene Doppeldiffusor wird verboten. Auch den sogenannten F-Schacht und die beweglichen Frontflügel wird es nicht mehr geben. Alle Hilfsmittel hatten die Aerodynamik der Autos verbessert. Dafür können die Fahrer nun ihren Heckflügel verstellen. Das soll beim Überholen helfen.