München (dpa) - Von wegen alte Dame! Dank der «Rasselbande» um den erst 18 Jahre alten Stürmer Pierre-Michel Lasogga träumt Hertha BSC weiter von der direkten Rückkehr in die Fußball-Bundesliga.

Doch am 13. Spieltag müssen sich die jungen Hoffnungsträger des Zweitliga-Spitzenreiters erst einmal beim heimstarken Neuling VfL Osnabrück beweisen. Im Spitzenspiel stehen die Verfolger-Teams MSV Duisburg und Energie Cottbus am Scheideweg.

Nur 23,8 Jahre betrug am Ende der Altersdurchschnitt des Hertha-Teams, das am vergangenen Spieltag im Duell der Bundesliga-Absteiger den VfL Bochum mit 2:0 besiegte. Angst, dass etwa Matchwinner Lasogga nach seinen beiden Toren mit dem Höhenrausch nicht zurechtkommen könnte, hat Hertha-Trainer Babbel nicht. «Er macht einen ganz vernünftigen Eindruck.» Doch nun steht Herthas Talentschuppen erst einmal in Osnabrück auf dem Prüfstand. «Wir müssen den Fight annehmen», ermahnt Babbel sein junges Team. «Wenn wir das machen, wird sich wie gegen Bochum unsere Qualität durchsetzen.»

Sechs Spiele, sechs Siege - auch gegen Cottbus will der Tabellendritte Duisburg seine makellose Heimbilanz fortschreiben. Immerhin lockt mit einem weiteren Dreier für die «Zebras» sogar ein Aufstiegsplatz. Voraussetzung dafür ist aber, dass das Überraschungsteam von Erzgebirge Aue bei seinem Heimspiel gegen Alemannia Aachen nach drei Heimsiegen in Serie die Erfolgsspur wieder verlässt. Der Durchmarsch in die Bundesliga ist für den Neuling weiterhin kein Thema: «Um nichts anderes» als den Klassenverbleib gehe es, betont Aues Trainer Rico Schmitt immer wieder.

Bereits seine sechste Saisonniederlage musste Bochum beim 0:2 gegen Hertha hinnehmen, das Mittelmaß soll aber kein Dauerzustand werden. «Wir haben jetzt zwei Heimspiele vor der Brust. Wir schauen mal, wie groß danach der Abstand auf die Spitzenplätze ist», sagt Bochums Trainer Friedhelm Funkel vor dem Heimauftritt gegen Schlusslicht FC Ingolstadt. Weiter nach oben will auch der FC Augsburg, der den Karlsruher SC empfängt.

Nach seinem gelungenen Trainer-Einstand bei Arminia Bielefeld will Ewald Lienen beim Gastspiel bei Rot-Weiß Oberhausen nachlegen. «Es war ein Neustart für alle», beschrieb Lienen das 2:1 gegen Osnabrück. «Aber die Sache ist längst Geschichte.» Vergessen machen will 1860 München im Heimspiel gegen den Tabellenfünften FSV Frankfurt die jüngsten vereinsinternen Turbulenzen. Nach zwei Siegen hintereinander hofft der SC Paderborn gegen die SpVgg Greuther Fürth auf den dritten Streich.