New Orleans (dpa) - Ein schwerer Patzer von Dirk Nowitzki hat die Dallas Mavericks in New Orleans den Sieg gekostet. Zwei Tage nach dem knappen Erfolg in Dallas verloren die Texaner die Revanche bei den Hornets mit 97:99.

Nowitzki ließ sich drei Sekunden vor dem Ende den Ball von David West stibitzen und vergab damit die letzte Chance zu punkten. «Das war einfach eine schlechte Bewegung zur falschen Zeit», sagte der Würzburger, der versucht hatte, den Ball hinter seinem Rücken entlang zu spielen, um sich von West zu lösen. «Das war eine Bewegung, die ich eigentlich nicht in meinem Repertoire habe», meinte Nowitzki trotz seiner 29 Punkte zerknirscht.

Dass ihm ausgerechnet West, mit dem der 32-Jährige zuvor wie schon so oft in der Vergangenheit aneinandergeraten war, den Ball abgenommen hatte, dürfte Nowitzki ganz besonders geärgert haben. «Es gibt einfach Spannungen zwischen uns, die sich im Laufe der Zeit aufgebaut haben», sagte West nach der Partie triumphierend.

«Mavs»-Coach Rick Carlisle nahm seinen Superstar allerdings in Schutz und die dritte Saisonniederlage auf seine Kappe. «Der letzte Spielzug war meiner, ich habe Dirk in eine schlechte Situation gebracht», sagte Carlisle.

In der New Orleans Arena hatten die Mavericks, die wieder auf den zuvor drei Spiele wegen Rückenproblemen pausierenden Caron Butler zurückgreifen konnten, eine Halbzeit lang alles im Griff. Nowitzki und Co. knüpften an die starke Leistung aus dem Heimspiel am Montag an und führten zur Pause mit zehn Punkten (52:42).

Doch mit einem katastrophalen dritten Viertel bauten die «Mavs» die Gastgeber wieder auf. Dank eines 27:7-Laufes zu Beginn der dritten zwölf Minuten drehten die Hornets die Partie, die Gäste fielen in dieser Phase völlig in sich zusammen. «Unser drittes Viertel war schrecklich. Da sind wir auseinandergenommen worden», kritisierte Carlisle sein Team, in dem neben Nowitzki noch Jason Terry (16), Jason Kidd (11) und Tyson Chandler (10) zweistellig trafen. Bester Hornets-Akteur war Chris Paul mit 20 Punkten und elf Assists.

Einen rabenschwarzen Tag hatte dagegen J.J. Barea erwischt. Der Puerto Ricaner traf nur zwei von 13 Würfen aus dem Feld und war damit maßgeblich an der ersten Dallas-Niederlage nach zuvor vier Siegen beteiligt. Die «Mavs» warten nun schon seit sieben Auftritten auf einen Auswärtssieg in New Orleans und liegen mit sieben Siegen aus zehn Partien auf Rang fünf der Western Conference.