FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> hat am Freitag seinen Erholungskurs der beiden Vortage zunächst fortgesetzt. Nachdem die Gemeinschaftswährung um die Mittagszeit noch bei 1,3731 US-Dollar notierte, stabilisierte sich der Kurs am späten Nachmittag etwas tiefer bei 1,3655 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hate den Referenzkurs auf 1,3674 (Donnerstag: 1,3647) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7313 (0,7328) Euro. Die Rede von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auf dem europäischen Bankenkongress in Frankfurt hatte auf den Euro keine Auswirkungen.

"Die Erholung, die wir seit Wochenmitte beim Euro gesehen haben, ist eher von technischer Natur und wohl nur kurzfristig", sagte Devisenexperte Eugen Keller vom Bankhaus Metzler. Auffallend sei, dass der Euro in den vergangenen Tagen gerade im Vergleich mit anderen wichtigen Währungen wie dem britischen Pfund, dem Yen und vor allem dem Schweizer Franken Stärke gezeigt habe. Dies sei insofern erstaunlich, als der Franken im Grunde als "Fluchthafen-Währung" gelte. Die Schweiz sei konjunkturell schließlich in einer weitaus besseren Lage.

Keller geht davon aus, dass die europäische Staatsschuldenkrise vorerst das beherrschende Thema bleiben wird. Sie sorge weiter für Sprengstoff an den Märkten und verspreche keine schnelle Lösung. Im Zweifelsfall münde die Krise sogar in eine europäische Transferunion mit entsprechend negativen Folgen für den Euro, sagte der Experte vom Bankhaus Metzler.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85520 (0,85220) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 114,09 (113,72) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,3607 (1,3475) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> festgelegt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.342,50 (1.350,25) Dollar gefixt. Ein Kilo Gold kostete 31.280,00 (31.490,00).