Frankfurt/Main (dpa) - Der 32. Spieltag der Fußball-Bundesligen findet wie geplant Ende April statt, nur am 1. Mai werden aus Rücksicht auf die Polizei keine Partien ausgetragen.

«Der Beschluss hat Bestand, dass die Planungen für die Fußballspiele im Mai 2011 so reduziert, aber so verabredet stattfinden, wie wir das mit dem DFB vereinbart haben», sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei der Tagung der Innenminister in Hamburg.

Damit setzte sich die Deutsche Fußball Liga mit ihrem Veto gegen eine Komplett-Verlegung des drittletzten Spieltages durch, die zuletzt von zahlreichen Politikern und der Polizei gefordert worden war. «Die Verabredung vom Runden Tisch im vergangenen April behält damit ihre Gültigkeit. Dies hat für uns eine große Bedeutung: Die Bundesliga braucht Planbarkeit, zumal ein Eingriff in den laufenden Spielbetrieb eine Verzerrung des sportlichen Wettbewerbs gewesen wäre», sagte Ligapräsident Reinhard Rauball.

Rauball hatte zuletzt mit Unverständnis darauf reagiert, dass seitens der Politik und der Polizeigewerkschaften eine Verschiebung aller Begegnungen rund um den 1. Mai gefordert worden war, obwohl dies beim Runden Tisch vor etwas mehr als einem halben Jahr anders vereinbart wurde. Nach den intensiven Polizeieinsätzen bei den Demonstrationen gegen Stuttgart 21 und beim Castor-Transport hatten die Gewerkschaften mit Blick auf die zu erwarteten Mai-Krawallen darauf gedrängt, die Polizisten nicht noch zusätzlich mit der Sicherung von Fußballspielen zu belasten.

Die Innenminister sagten nun jedoch zu, sich an die Absprachen zu halten. Zugleich machte de Maizière aber deutlich, dass es mit Blick auf die Zukunft neuen Redebedarf gebe. Man dränge darauf, «dass für das Mai-Wochenende 2012 weitere Gespräche geführt werden», sagte der Bundesinnenminister.

Rauball erklärte, die Liga sei für weitere Diskussionen bereit. «Selbstverständlich steht die Bundesliga weiterhin für einen belastbaren Dialog mit der Politik zur Verfügung», sagte der Ligapräsident. Zugleich werde die DFL den von ihr vorgeschlagenen Zehn-Punkte-Plan für zusätzliche Sicherheit im Fußball weiter konsequent umsetzen.