Atlanta (dpa) - Dirk Nowitzki steuert mit den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA wieder auf Siegkurs. Nach zwei Niederlagen setzten sich die Texaner bei den Atlanta Hawks mit 98:93 (55:43) durch.

Beim achten Saisonsieg war der deutsche Superstar in der Philips Arena mit 21 Punkten erfolgreichster Werfer der «Mavs». 24 Stunden zuvor hatte Dallas trotz des Saison-Punkterekords von «Dirkules» mit 36 Zählern das Heimspiel gegen die Chicago Bulls 83:88 verloren.

«Wir haben uns das Leben in der zweiten Hälfte selber schwer gemacht. Aber wir haben einen wichtigen Sieg gegen eine starke Heimmannschaft gefeiert», resümierte Nowitzki nach dem Auswärtscoup in Atlanta. «Das Match gegen Chicago war furchtbar, ein einziger Frust. Es war einfach nur ein schlimmer Abend. Jeder von uns musste nach solch einem Spiel die entsprechende Antwort geben.»

Die Mavericks hatten sich vor 20 133 Zuschauern im American Airlines Center die unnötige Pleite im Schlussviertel selbst eingebrockt, weil zu viele Offensiv-Rebounds ungenutzt blieben. Dabei hatte der sechsmalige NBA-Champion aus Chicago im dritten Viertel schon mit zwölf Punkten zurückgelegen, ehe Derrick Rose (22) und besonders Taj Gibson mit seinem Karriere-Highlight von 18 Rebounds die Partie noch drehten. Auch insgesamt dominierte Chicago mit einem Rebound-Verhältnis von 59:34 an den Brettern.

In Atlanta drohten die «Mavs» wieder an ihrer scheinbaren Lernunfähigkeit zu scheitern. Zwar sicherte sich Dallas gegen die am Brett durchschnittlichen Gastgeber 40 Rebounds, verwertete jedoch phasenweise in der aufgeheizten Philips Arena zu wenige in Punkte. «Mavs»-Headcoach Rick Carlisle fand die richtigen Worte. «Das war das Produkt verschiedener Matches. Gegen Atlanta konnten wir unter dem Strich mit den Rebounds mehr anfangen als gegen Chicago. Sie haben hart gearbeitet und als Team gewonnen.»

Bereits kurz vor der Halbzeit hatte Dallas mit 53:35 geführt. Und Nowitzki hielt Mitte der dritten Viertels mit seinem Treffer zum 71:53 die komfortable Differenz. Die «Mavs» hatten dabei die Taktik in Atlanta umgestellt und die Verantwortung - von Nowitzki weg - auf mehrere Schultern verteilt. Jason Terry (15), Caron Butler und DeShawn Stevenson (je 13) profitierten wie Forward Shawn Marion mit zwölf Punkten und zehn Rebounds am meisten.

Aber zweimal verspielte Dallas seinen 18-Punkte-Vorsprung. 15 Sekunden vor dem Ende holte sich Hawks-Flügelspieler Josh Smith den Ball und brachte Atlanta sogar auf 93:94 heran. «Es war wieder ein Déjà-vu», fühlte sich Kidd an die Niederlage gegen Chicago erinnert. Doch Terry war mit zwei verwandelten Freiwürfen erfolgreich. Als Tyson Chandler einen Dreier-Versuch von Hawks-Guard Joe Johnson drei Sekunden vor Schluss stark verteidigte, schnappte sich Nowitzki den Rebound und traf danach mit zwei Freiwürfen zum Endstand. Smith (21) war erfolgreichster Schütze der Hawks vor Center Al Horford (20/20 Rebounds).