Washington (dpa) - Nach jahrelangen Ermittlungen wegen massiven Insiderhandels könnte es nach US-Medienberichten in Kürze zu Anklagen gegen eine Reihe von Wall-Street-Börsenhändlern und Finanzmanagern kommen.

Untersuchungen der Staatsanwaltschaft in New York und der Bundespolizei FBI näherten sich dem Abschluss, zitierte die «Washington Post» Ermittlungsbeamte. Demnach ist nach dreijährigen Ermittlungen eine Anklageerhebung binnen von Wochen zu erwarten. Sie könnte sich aber noch beschleunigen, nachdem das «Wall Street Journal» am Samstag über die Untersuchung berichtete: Nach ihren Angaben gehen die Ermittlungen weit über die Wall Street hinaus, Finanzfirmen und -manager in verschiedensten Teilen der USA seien im Visier.

Die Untersuchungen, so heißt es weiter, richteten sich insbesondere gegen Banker der Investmentfirma Goldman Sachs: Sie stünden unter anderem im Verdacht, heimlich Tipps über bevorstehende Fusionen im Gesundheitsbereich an bestimmte Investoren gegeben zu haben. Außerdem konzentrierten sich die Ermittlungen auf Berater mit Industrieerfahrung, die möglicherweise Hedgefonds- und Anlagenfondshändler mit vertraulichen Informationen versorgt haben.

Insgesamt geht es dem «Wall Street Journal» zufolge um illegale Gewinne in Höhe von Dutzenden Millionen Dollar aufgrund von Insiderhandel.

Washington-Post-Bericht