Berlin (dpa) - Die Eisbären Berlin haben dem EHC Wolfsburg den Sprung an die Spitze der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) verwehrt. Der Hauptstadt-Club bezwang die Niedersachsen mit 4:1.

Durch die Pleite musste Wolfsburg den zweiten Tabellenrang an die Nürnberg Ice Tigers abgeben, die in Hamburg mit 3:1 gewannen. In einem hartumkämpften Bayern-Derby rangen die Straubing Tigers den EHC München nach einem regelrechten Penalty-Marathon mit 5:4 nieder. Im Kellerduell feierten die Iserlohn Roosters ein 4:2 über Köln. Die DEG Metro Stars besiegten Ingolstadt nach einer Aufholjagd noch mit 3:2.

Nach drei Pleiten gelang den Berlinern gegen Wolfsburg wieder ein Dreier. Überzeugen konnte der Titelfavorit nur phasenweise. Florian Busch und Denis Pederson stellten die Weichen auf Sieg, nachdem der EHC eine 5:3-Überzahl ungenutzt ließ. «Wir hätten uns heute eigentlich keinen besseren Start wünschen können», haderte Wolfsburgs Coach Pavel Gross, der «viele individuelle Fehler» beklagte. TJ Mulock, der nach Verletzungspause im zweiten Spiel sein zweites Tor erzielte, und Stefan Ustorf machten im Schlussabschnitt alles klar.

In Hamburg profitierten die Ice Tigers aus Nürnberg von einer verschlafenen Anfangsphase der Gastgeber. Nach dem Sieg gegen die Eisbären unter der Woche ließen sich die Freezers überraschen: Nach etwas mehr als vier Minuten hieß es durch die Tore von Brad Leeb und Adrian Grygiel bereits 2:0 für die Franken. Nationalverteidiger Rainer Köttstorfer sorgte noch einmal für Spannung, ehe TJ Kemp das 3:1 erzielte. Nürnberg schloss auf Spitzenreiter Hannover auf - die punktgleichen Scorpions bleiben dank der Tordifferenz vorn.

Im Bayern-Duell in München schenkten sich beide Teams nichts - auch Schiedsrichter Lars Brüggemann bekam die Intensität zu spüren, als ihm ein Puck ins Gesicht schlug und er zehn Minuten behandelt werden musste. Nach knapp zwei Dritteln sahen die Münchner wie der sichere Sieger aus, ehe ein kurioses «Aufsetzer»-Tor die Gäste wieder heranbrachte. Karl Stewart traf im Schlussabschnitt doppelt, Eric Schneider sorgte für die Verlängerung. Den entscheidenden Penalty nach 42 Versuchen verwandelte Eric Meloche.

Die Kölner Haie taumeln von einer Pleite zur nächsten, auch beim im Duell Letzter gegen Vorletzter in Iserlohn blieb die Wende aus. In einem der Tabellenregion entsprechend schwachen Spiel hatten die Haie auf Torhüter Wade Dubielewicz verzichten müssen, der aus zunächst ungeklärten Gründen am Wochenende in eine Klinik gebracht worden war.

Moral bewiesen dagegen die DEG Metro Stars, die einen Rückstand gegen Ingolstadt noch zum dritten Heimsieg in Serie drehten. Die Düsseldorfer unterstrichen gegen den Vorjahreshalbfinalisten ihre Ambitionen auf eine Teilnahme an den Playoffs.