Hamburg (dpa) - Das Hamburger Landgericht betrachtet nach einem Bericht des «Flensburger Tageblatts» den Verdacht der Untreue gegen HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher als erhärtet.

Das Blatt berichtet über einen bislang öffentlich unbekannten Beschluss des Landgerichts Hamburg vom 15. Oktober 2010, nach dem der HSH-Vorstand bei dem umstrittenen Geschäft «Omega 55» im Jahr 2007 unvertretbare finanzielle Risiken eingegangen sei. Bei dem wirtschaftlich unsinnigen Geschäft sei ein Schaden von 149 Millionen Euro eingetreten.

Wie das «Flensburger Tageblatt» weiter berichtet, stuft das Landgericht Hamburg diese «Pflichtverletzungen» des Vorstands als «gravierend» ein. Aufgrund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg bestehe gegen den damaligen Vorstand der HSH Nordbank der Verdacht der Untreue in einem besonders schweren Fall. Namentlich gegen Nonnenmacher bestehe «der Verdacht der unrichtigen Wiedergabe der Verhältnisse».