Brüssel (dpa) - Um Irland vor der Pleite zu retten, werden die europäischen Partner gebraucht. Aus eigener Kraft kann der kleine Inselstaat seinen Bankensektor nicht sanieren.

Nun wollen die Euro- Länder, die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) Irland mit Krediten zur Seite springen. Deutschland steht mit Bürgschaften gerade, gibt aber keine bilateralen Darlehen. So sieht der Hilfseinsatz aus:

Was kostet die Rettung den deutschen Steuerzahler?

Zunächst einmal nichts. Die Bundesregierung überweist kein Geld der Steuerzahler auf die grüne Insel. Berlin stellt lediglich Bürgschaften. Mit diesen Garantien haftet die Bundesregierung für die Kredite, die der Euro-Krisenfonds EFSF am Markt aufnimmt und an Dublin weiterreicht. Da der Fonds sich wegen seiner erstklassigen Bonität Geld zu einem niedrigen Zins leihen kann und dann etwa fünf Prozent Zinsen von Irland verlangt, erzielt er sogar einen Gewinn. Die Eurostaaten können bis zu 440 Milliarden Euro beim Rettungsfonds EFSF garantieren. Insgesamt hat der Rettungsschirm einen Umfang von 750 Milliarden Euro.

Wann müsste Deutschland zahlen?

Nur in dem Fall, dass Irland seine Schulden nicht bezahlen könnte. Dann würde die Bürgschaft fällig und Deutschland und anderen Euro- Ländern entstünden Kosten. «Es sind Haftungen, die auch nur in einem Fall schlagend werden, wenn wirklich alles schief geht», sagt der österreichische Außenminister Michael Spindelegger. Deutschland steht nach einem bestimmten Schlüssel für gut ein Viertel der irischen Finanzhilfen gerade. Beim Euro-Krisenfonds belaufen sich die deutschen Garantiezusagen auf maximal 120 Milliarden Euro.

Welche Nachteile entstehen noch?