London (dpa) - Für die Kamerateams aus aller Welt hätte es besser nicht kommen können, und für Royal-Fans sowieso nicht: Prinz William und Kate Middleton haben sich für eine Traumhochzeit wie aus dem Bilderbuch entschieden.

Am 29. April wollen sie vor den Altar treten, wie der Hof abekanntgab. Und «Understatement» wird es dabei wohl nicht geben. Der Ort: Die geschichtsträchtige Westminster Abbey im Herzen Londons. Die Ansage: Die ganze Welt soll mitfeiern, alle sollen das Glück des jungen Paares teilen, sogar ein nationaler Feiertag wird ausgerufen.

«Wir wissen, dass die ganze Welt am 29. April zuschauen wird, und das Paar ist sehr, sehr bedacht darauf, dass das Spektakel ein klassisches Beispiel für das sein soll, was Großbritannien am besten kann», sagte Williams Privatsekretär Jamie Lowther-Pinkington dem Sender BBC. Der Tag werde eine «echte Feier für die Nation und das Königreich» bringen. Die beiden 28-Jährigen hatten vergangene Woche ihre Verlobung bekanntgegeben, aber noch keine Details genannt.

«Prinz William und Catherine haben es sehr deutlich gemacht, dass sie möchten, dass jeder in der Lage sein kann, den Tag mit ihnen zu genießen», teilte der Sekretär im Namen des Paares mit. Catherine ist der richtige Name der künftigen Prinzessin. In den rund sieben Jahren der royalen Lovestory ist sie unter ihrem Spitznamen Kate bekanntgeworden. Ob sich die britische Öffentlichkeit an den klangvolleren echten Vornamen Catherine gewöhnen wird, oder die künftige Prinzessin «Katie» bleiben wird, wird man sehen.

Erstmal wird jedenfalls gefeiert. Die Kosten für das viele Millionen Pfund teure Großereignis will vor allem die königliche Familie stemmen, verlautete am Dienstag. Auch die Brauteltern wollen einen Beitrag leisten.

Der Ort der Trauung könnte kaum symbolträchtiger sein. In der Westminster Abbey gaben sich Williams Eltern Charles und Diana 1981 ihr Jawort - die Ehe endete in Klatschgeschichten, die für ganze Bibliotheken reichen, und einer Scheidung. Doch auch Williams Oma, Queen Elizabeth II., heiratete dort ihren Philip. Trotz dessen verbaler Ausfälle über die Jahre halten sie es seit 1947 miteinander aus.

Allerdings ist der Ort für den Zweiten in der britischen Thronfolge auch mit schmerzvollen Erinnerungen verbunden. 1997 schritt William hinter dem Sarg seiner Mutter Diana durch die rund 1000 Jahre alte Kathedrale, nachdem die Ex-Frau von Prinz Charles bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.