Berlin (dpa) - Die Rekonstruktion des Berliner Schlosses soll nach dem von der Bundesregierung verordneten Aufschub bis zum Jahr 2019 abgeschlossen sein. Ursprünglich war das Jahr 2017 vorgesehen. Baustaatssekretär Rainer Bomba stellte am Dienstag den neuen Zeitplan vor.

Danach sollen zwar schon 2012 umfangreiche Vorarbeiten beginnen, für 2013 ist der erste Spatenstich geplant. Der Bau wird dann aber, wie in den Sparplänen der Bundesregierung vorgesehen, erst 2014 beginnen. Das Schloss soll unter dem Namen Humboldtforum ein Museums- und Kulturzentrum werden. Der Wiederaufbau kostet gut 550 Millionen Euro. Der Förderverein übergab am Dienstag einen weiteren Scheck über eine Million Euro an die als Bauherr eingesetzte Stiftung. Insgesamt soll der Förderverein 80 Millionen Euro der Baukosten beisteuern, um die umstrittene Rekonstruktion der historischen Fassade zu ermöglichen. Bis jetzt seien 14,5 Millionen Euro Spendengelder eingegangen, teilte Vereinsvorstand Wilhelm von Boddien mit.

Ursprünglich sollte der Wiederaufbau der Hohenzollern-Residenz im Herzen Berlins 2011 beginnen. Als Teil des Sparpakets verschob die Bundesregierung das Vorhaben im Juni jedoch um drei Jahre auf 2014. Die einstige Preußen-Residenz war zu DDR-Zeiten unter SED-Chef Walter Ulbricht gesprengt und durch den Palast der Republik ersetzt worden. Nach dem Abriss des asbestverseuchten Gebäudes entschied der Bundestag 2002, auf dem Gelände ein Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum («Humboldtforum») zu errichten, das die Form und Fassaden des einstigen Schlosses erhält.

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