London (dpa) - Mit einer Demonstration der Stärke hat Roger Federer bei der Tennis-WM in London Kurs Richtung Halbfinale genommen. Der vierfache Masters-Sieger aus der Schweiz fertigte den britischen Lokalmatador Andy Murray mit 6:4, 6:2 ab und feierte seinen zweiten Sieg im zweiten Vorrundenspiel.

Am späten Abend setzte sich der Schwede Robin Söderling mit 7:5, 7:5 gegen den Spanier David Ferrer durch und wahrte damit seine Chancen auf einen Platz in der Vorschlussrunde.

Wesentlich mehr Mühe als Federer hatte dessen Dauerrivale Rafael Nadal bei seinem Auftaktspiel in der Gruppe A: Erst nach mehr als zweieinhalb Stunden stand am späten Montagabend Nadals 3:6, 7:6 (7:5), 6:4-Sieg über den US-Amerikaner Andy Roddick fest. «Dieses Spiel zu gewinnen, war sehr wichtig für mich», sagte der zuletzt angeschlagene Weltranglisten-Erste erleichtert.

Während Nadal einen wahren Kraftakt benötigte, beherrschte Federer den an Nummer fünf gesetzten Murray nach Belieben. In beiden Sätzen nahm der Weltranglisten-Zweite seinem schottischen Kontrahenten, der die beiden vergangenen Duelle für sich entschieden hatte, früh den Aufschlag ab und kam zu einem ungefährdeten Sieg.

Besonders beeindruckend war seine Aufschlag-Bilanz: Bei eigenem Service gab Federer nur acht Punkte ab. «Das ist ein bisschen seltsam. Andy ist ein toller Rückschläger, einer der besten, den wir in diesem Sport haben», sagte Federer, der bei den mit rund 2,6 Millionen Euro dotierten World-Tour-Finals die Führung in der Gruppe B übernahm. «Ich habe schwach returniert und auch schwach aufgeschlagen», klagte Murray.