Eindhoven (dpa) - Die deutschen Schwimmer haben die Nacht nach den sechs Goldmedaillen gut überstanden. Bei der Kurzbahn- Europameisterschaft in Eindhoven gab es in den Vorläufen am Freitagvormittag keine Ausfälle.

Als Zweite qualifizierte sich die Frauen-Staffel über 4 x 50 Meter Freistil hinter Topfavorit Niederlande für das Finale am Nachmittag. 16 Stunden nach einem Überraschungssieg über 200 Meter Rücken zog Yannick Lebherz (Darmstadt) als Vierter über 400 Meter Freistil in den Endlauf ein.

«Das war alles extrem schwer. Aber die Hauptsache ist, dass ich mich qualifiziert habe. Am Abend wird es wieder ein ganz neues Rennen», sagte der 21-Jährige. Medaillenchancen hat auch Routinier Stefan Herbst. Der Leipziger qualifizierte sich über 50 Meter Rücken als Vierter für das Halbfinale. Der Russe Stanislaw Donets schwamm in 22,94 Sekunden ebenso Weltjahresbestzeit wie sein Landsmann Daniil Isotow, der über 100 Meter nach 46,49 anschlug. Über die doppelte Distanz trifft er am Sonntag auf Weltrekordler Paul Biedermann.

Klarer Favorit auf den Titel ist die niederländische Freistil-Staffel der Frauen. In 1:36,76 Minuten lagen die Gastgeberinnen klar vor dem DSV-Quartett, das den Vorlauf in Bestbesetzung schwamm. Dorothea Brandt, Britta Steffen (beide Berlin), Lisa Vitting (Essen) und Daniela Schreiber (Halle/Saale) schlugen nach 1:39,23 an. Problemlos ins Halbfinale kamen auch Vitting über die 50 Meter Schmetterling und Theresa Michallak (Halle/Saale) über 100 Meter Lagen.

Zu einem Kuriosum kam es über die 800 Meter Freistil. Weil Federica Pelligrini keine Meldezeit aufweisen konnte, musste die Favoritin bereits im ersten Lauf am Vormittag ran. Die 8:15,20 Minuten der Italienerin dürften von keiner Schwimmerin mehr zu toppen sein, so dass die Siegerin bereits vor dem vermeintlich schnellsten Zeitlauf am Abend feststehen dürfte.