Dubai (dpa) - Deutschlands Golfstar Martin Kaymer kommt dem Millionen-Jackpot zum Jahresabschluss mit Riesenschritten näher. Bei der Dubai World Championship liegt der Major-Sieger aus Mettmann nach zwei Runden bereits acht Schläge vor seinem härtesten Konkurrenten Graeme McDowell.

Dem deutschen Ryder-Cup-Sieger reichte eine 70er-Runde, um sich im Kampf um Platz eins der europäischen Geldrangliste vom Nordiren weiter abzusetzen. Der schwach gestartete McDowell benötigte in seiner zweiten Runde 73 Schläge.

«Ich habe nicht so gut gespielt wie gestern, aber es war in Ordnung. Mein Ziel ist es, das Turnier zu gewinnen, dann kann mich auf jeden Fall keiner mehr einholen», sagte Kaymer, der auf dem Par- 72-Kurs des Jumeirah Golf Estates GC am Vortag mit einer 67er- Auftaktrunde geglänzt hatte. Der 25-Jährige liegt beim Abschlussturnier der Europa-Tour auf dem geteilten vierten Rang.

Der «Race to Dubai»-Gesamtsieger wird mit 1,5 Millionen Dollar (1,092 Million Euro) Bonus prämiert. Für den Turniersieg erhält der Gewinner zudem 1,125 Millionen Dollar (910 348 Euro), so dass Kaymer sogar einen Gesamtjackpot von zwei Millionen Euro einstreichen könnte.

Die beste Runde des Tages spielte Ross Fisher mit 64 Schlägen. Der Engländer teilt sich am Persischen Golf die Führung mit seinem Landsmann Ian Poulter. «Ich liege nur zwei Schläge dahinter, und wir haben erst Halbzeit. Ich kann noch gewinnen», meinte Kaymer.

Dagegen präsentierte sich Jackpot-Konkurrent McDowell weit unter Normalform. Nach seiner Par-Runde zum Auftakt benötigte der überraschend schwache Nordire sogar einen Schlag mehr und liegt abgeschlagen auf dem geteilten 42. Rang. «Ich habe zu schnell die Geduld verloren», sagte McDowell. «Ich habe nicht mehr viel im Tank. Es wird hart, nach oben zu klettern.»

Kaymer führt die europäische Geldrangliste mit 3,283 Millionen Euro vor McDowell (2,993 Millionen) an und muss nur das Turnier vor seinem Rivalen beenden, um am Ende der Serie mit 49 Wettbewerben das europäische Geld-Ranking als Erster abzuschließen. Der Weltranglisten-Erste Lee Westwood (2,362/England) liegt als Dritter des Rankings schon zu weit zurück.