Die US-Streitkräfte in Korea (USFK) hatten nur einen Tag nach dem Beschuss der Insel das Manöver angekündigt. Zu der viertägigen Luftwaffen- und Seeübung schicken die USA ihren Flugzeugträger «USS George Washington». Mit dem Manöver, das am Sonntag beginnen soll, wollen beide Länder einmal mehr militärische Stärke demonstrieren.

Nordkorea fühlt sich durch die gemeinsamen Übungen stets provoziert. Im Juli hatte das Land mit einem «heiligen Krieg» und dem Einsatz mit Atomwaffen gedroht, weil ein südkoreanisch-amerikanisches Großmanöver im Japanischen Meer stattfand.

Wie das südkoreanische Fernsehen berichte, wurden nach neuen Explosionsgeräuschen in der Nähe der Seegrenze am Freitag die wenigen noch verbliebenen Bewohner sowie Arbeitskräfte, die zu Reparaturarbeiten auf der Insel waren, in die Schutzräume gerufen. «Ich habe Angst, ich komme damit nicht klar», wurde ein Elektriker von der Agentur Yonhap zitiert. Das Feuer stamme offensichtlich von Schießübungen der nordkoreanischen Armee auf dem Festland, sagte ein Sprecher des Generalstabs in Seoul.