Berlin (dpa) - Die deutschen Museen sind weiter im Aufwärtstrend. Für das Jahr 2009 meldeten sie zusammen fast 107 Millionen Besuche - knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

Wie das Institut für Museumsforschung in Berlin zusammen mit dem Deutschen Museumsbund am Dienstag mitteilte, ist das die zweithöchste Besuchszahl seit Beginn der Erhebung im Jahr 1981.

Die Ausstellungshäuser, die zwar keine eigene Sammlung besitzen, aber dennoch nicht-kommerzielle Ausstellungen zeigen, verzeichneten zusätzlich 6,5 Millionen Besuche und damit ebenfalls ein leichtes Plus. Der Präsident des Deutschen Museumsbundes, Volker Rodekamp, nannte die Entwicklung erfreulich. Besonders deutlich war der Zuwachs in den historischen und archäologischen Museen sowie bei den naturwissenschaftlichen und technischen Museen.

Wie bisher, so seien Neueröffnungen, Sonderausstellungen oder etwa der Ausbau des Vermittlungsprogramms ein wichtiger Faktor für den Anstieg der Museumsbesuche, hieß es. So habe zum Beispiel die Eröffnung des Museums Brandhorst im Frühsommer 2009 in München dazu beigetragen, dass es in Bayern mehr Museumsbesuche gab als im Jahr davor. «Ähnliches gilt für die Museumslandschaft in Baden-Württemberg, wo die Neueröffnung des Porschemuseums zu einer herausragenden Jahresbilanz führte», so die Forscher.

Das Institut für Museumsforschung gehört zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Deren Präsident Hermann Parzinger sagte mit Blick auf die Häuser der Stiftung: «Der Erfolg unserer Museen basiert auf den einzigartigen Sammlungen ebenso wie auf den wissenschaftlich fundierten und besucherorientierten Präsentationen.» Das zeige sich besonders beim Neuen Museum, das im Oktober 2009 wieder eröffnet wurde.