Selb (dpa) - Der ehemalige Startenor und Rockmusiker Peter Hofmann ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Hofmann erlag in der Nacht zum Dienstag in einem Klinikum im oberfränkischen Selb einer Lungenentzündung, sagte ein Freund der Familie der Nachrichtenagentur dpa. Er bestätigte damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung.

Hofmann, der am 22. August 1944 im böhmischen Marienbad geboren wurde, feierte einst als Wagner-Tenor Triumphe. Bei den Bayreuther Festspielen 1976 gab er den Siegmund in der legendären «Ring»-Inszenierung von Patrice Chéreau. Gleichzeitig ging der 32-Jährige als jüngster Parsifal in die Festspielgeschichte ein. Am Grünen Hügel sang Hofmann auch den Lohengrin, den Tristan und den Walther von Stolzing in den «Meistersingern von Nürnberg».

Hofmann wagte aber auch den Spagat zwischen klassischer und populärer Musik. 1990/91 begeisterte er in der Titelrolle des Musicals «Phantom der Oper» in Hamburg. 1999 machte er seine Parkinson-Erkrankung öffentlich, 2004 gab er das Ende seiner Karriere bekannt.

Zuletzt lebte er zurückgezogen in einer Gemeinde nahe Bayreuth. Er hinterlässt seine Ehefrau, die er im März 2007 geheiratet hatte, und eine kleine Tochter. Aus erster Ehe stammen zwei Söhne. «Er ist ganz friedlich eingeschlafen», sagte der Freund der Familie. Allerdings habe niemand mit seinem Tod gerechnet.