Bonn (dpa) - Gerichtliches Ende der Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom: Ein langjähriger Konzernmitarbeiter muss für dreieinhalb Jahre in Haft. Das Landgericht Bonn sah in seinem Urteil den Ex-Abteilungsleiter für Konzernsicherheit als den Initiator und Schuldigen für die illegalen Ausspäh-Aktionen gegen Journalisten und Aufsichtsratsmitglieder. Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum, der als Anwalt Betroffene vertritt, sagte, es sei enttäuschend, dass die größte Spitzelaffäre in Deutschland mit einem Angeklagten zu Ende geht. Er habe nicht auf eigene Faust gehandelt.