Seattle (dpa) - Der Durst auf Kaffee und der Hunger auf Kuchen halten an: Die Kaffeehauskette Starbucks hat in ihrem vierten Geschäftsquartal (bis 3. Oktober) den Gewinn auf unterm Strich 279 Millionen Dollar (196 Mio Euro) beinahe verdoppelt. Vor allem jenseits des Heimatmarkts legte die US-Kette zu.

Insgesamt stiegt der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Die Anleger waren begeistert und schickten die Aktie am Donnerstag nachbörslich um knapp 3 Prozent nach oben. Zur Euphorie trug auch bei, dass das Management für das laufende Geschäftsjahr weiteres Gewinnwachstum verspricht. Starbucks verkauft seine Spezialitäten wie den Instant-Kaffee «Via» längst auch über Supermärkte und erschließt sich damit neue Einnahmequellen.

Der gute Lauf gelang der Kette trotz der Konkurrenz durch McDonald's McCafé-Linie. Der Fast-Food-Gigant feiert mit Kaffee und Kuchen ebenfalls große Erfolge und macht nun sogar erste reine McCafé-Filialen auf. Starbucks indes hat sich mit Burger King verbündet; in den USA werden in den Schnellrestaurants Getränke der Starbucks-Tochter Seattle's Best Coffee ausgeschenkt.

In den großen Städten der USA finden sich Starbucks-Filialen fast an jeder Ecke. Deshalb weicht der Konzern in seinem Wachstumsdrang ins Ausland aus. Von den insgesamt 500 Filialen, die das Management im laufenden Geschäftsjahr eröffnen will, sind 400 jenseits der USA geplant. Im abgelaufenen Jahr hatte sich Starbucks angesichts der Wirtschaftskrise mit Neueröffnungen zurückgehalten.

Im gesamten Geschäftsjahr stieg der Umsatz der Kaffeehauskette um 9,5 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar. Unterm Strich verdiente Starbucks knapp 946 Millionen Dollar - immerhin 142 Prozent mehr als im Vorjahr.