Berlin/Düsseldorf (dpa) - Die Bundesregierung erwartet keinen Zusammenbruch der Düsseldorfer WestLB - trotz der gescheiterten Fusionsgespräche mit der BayernLB. «Wir gehen nicht davon aus, dass es zu einem Kollaps der WestLB kommt», sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Freitag.

Die Verhandlungen mit der BayernLB seien aus betriebswirtschaftlichen Gründen gescheitert. Es werde nun weiter an einer europarechtlich sauberen und für die Steuerzahler günstigen Lösung für die WestLB gearbeitet. Die Bank muss bis Ende 2011 verkauft oder fusioniert sein. Der Bund sitzt mit einer stillen Einlage von drei Milliarden Euro in Düsseldorf im Boot.

Der Aufsichtsratschef der HSH Nordbank, Hilmar Kopper, hatte eine drastische Lösung für die WestLB ins Spiel gebracht: «Strich drunter machen und abwickeln.»