München (dpa) - Jubel ohne Ende in Aue, Depression in Ingolstadt: Dank seiner Heimstärke mischt Neuling Erzgebirge Aue weiter die 2. Fußball-Bundesliga auf.

Zum Auftakt des 11. Spieltages besiegten die Sachsen auch Fortuna Düsseldorf mit 1:0 (0:0) und schlossen zumindest vorübergehend zu Tabellenführer Hertha BSC auf.

Frust herrscht dagegen bei Aufsteiger FC Ingolstadt: Die Oberbayern verloren gegen Energie Cottbus unglücklich mit 1:2 (1:0) und verpassten das erhoffte Erfolgserlebnis für ihren Trainer Michael Wiesinger. Bundesliga-Absteiger VfL Bochum gewann gegen den FSV Frankfurt mit 1:0 (1:0). Mit einem Sieg beim SC Paderborn kann Spitzenreiter Hertha BSC seinen Vorsprung wieder auf drei Punkte schrauben.

Einmal mehr unterstrich das Überraschungsteam aus Aue seine Heimstärke. Nach schwacher erster Halbzeit drehten die Hausherren erst kurz vor dem Abpfiff auf und feierten durch das Tor von Marc Hensel (85. Minute) ihren fünften Sieg im fünften Heimspiel. Damit bleibt der wackere Neuling erster Verfolger von Hertha BSC. Aues Trainer Rico Schmitt stapelt aber weiter tief: «Wir wollen auch in der kommenden Saison 2. Bundesliga spielen.» Düsseldorf steckt nach der fünften Auswärtsniederlage tief im Tabellenkeller fest.

Früh dürfte Bochums bislang wenig verwöhnter Trainer Friedhelm Funkel jubeln: Schon in der 2. Minute sorgte Zlatko Dedic für die Führung des Bundesliga-Absteigers. Doch auch mit dem Vorsprung im Rücken spielte Bochum verkrampft, ließ beste Torchancen aus und konnte erneut nur halbwegs überzeugen. Am Ende durfte sich der Bundesliga-Absteiger nach zwei Spielen ohne Sieg aber immerhin über den fünften Saisonerfolg freuen, die biederen Gäste mussten die Heimreise mit leeren Händen antreten.

Nach nunmehr sechs Spielen ohne Sieg steht Ingolstadts Coach Wiesinger vor dem Aus. Mit einem feinen Drehschuss hatte zunächst Marko Futacs (13.) die von Beginn an beherzt aufspielenden Hausherren gegen den Aufstiegsanwärter aus Cottbus in Front gebracht. Doch in der Folge verpasste es der Neuling, den Vorsprung auszubauen. Die Strafe kam prompt: Erst glich Emil Jula (82.) aus, dann traf Nils Petersen in der Nachspielzeit zum unverdienten Sieg. Während sich die Gäste über den dritten Auswärtssieg freuen konnten, wird die Luft für Wiesinger immer dünner.