Berlin (dpa) - Wahrscheinlich gibt es kaum anonymere Orte mit mehr Menschen als Flughäfen. Diese besondere Topografie des Übergangs erkundet die Berliner Regisseurin Angela Schalenec («Mein langsames Leben»; «Marseille») in ihrem neuen Film «Orly».

Fast dokumentarisch fängt die Kamera das Gewoge der Reisenden auf dem französischen Großflughafen ein, den Rhythmus von Ankunft und Abreise, und kommt dann näher, bleibt bei ein paar Leuten hängen, deren Geschichten eher skizziert als erzählt werden. Sehenswert.

(Deutschland, Frankreich 2009, Regie & Drehbuch: Angela Schanelec; mit Bruno Todeschini, Natacha Régnier, Emile Berling, Mireille Perrier u.a., Musik: Cat Power; 84 Min.)