Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Leitindex Dax hat sich am Montag knapp behauptet. Mangels richtungweisender Impulse habe es einige Anleger gegeben, die nach der starken Vorwoche ihre Gewinne realisiert hätten, hieß es auf dem Parkett.

Der Dax schloss um moderate 0,05 Prozent tiefer bei 6750,50 Punkten, nachdem der deutsche Leitindex in der vergangenen Woche um mehr als zwei Prozent zugelegt hatte und am Freitag auf dem höchsten Stand seit Juni 2008 aus dem Handel gegangen war.

Etwas besser konnten sich die anderen Indizes behaupten: Der MDax schloss mit 0,02 Prozent im Plus bei 9452,55 Punkten. Deutlicher nach oben ging es für den TecDax, der 0,36 Prozent auf 820,60 Punkte zulegte.

Besonders schwach zeigten sich die Aktien der Commerzbank, die nach gemischt aufgenommenen Zahlen zum dritten Quartal um 5,16 Prozent auf 6,28 Euro in die Knie gingen. Börsianer fassten zusammen, dass Deutschlands zweitgrößte Bank mit dem Zahlenwerk nicht so gut vorangekommen sei wie von den meisten Experten erhofft. Als Enttäuschung wurde auch der Ausblick auf den operativen Gewinn des Gesamtjahres gewertet. Nach Medienberichten über einen nötigen Umbau der Konzernstruktur gingen auch die Eon-Papiere 1,22 Prozent leichter aus dem Handel. RWE-Aktien verloren 1,31 Prozent.

Besser erging es den Aktien von ThyssenKrupp, die ohne fundamentale Nachrichten um 1,98 Prozent zulegten. Händler sahen die Stimmung für die Stahlbranche als ungebrochen gut an. Adidas gewannen 1,57 Prozent hinzu. Der Sportartikelhersteller hatte seine «Strategie 2015» präsentiert und will den Umsatz in den kommenden Jahren deutlich steigern. Siemens schlossen 1,43 Prozent höher. In Medienberichten war eine deutliche Anhebung der Dividende diskutiert worden.

Im MDax stiegen die Hochtief-Titel um 1,23 Prozent auf 62,58 Euro. Händlern zufolge kursierten am Markt vage Spekulationen, dass der Baukonzern ACS sein Übernahmeangebot nochmals erhöhen könnte, was die Spanier aber umgehend dementierten. Am Indexende konnten Gildemeister nicht von solide beurteilten Zahlen zum dritten Quartal profitieren und rutschten als schwächster Wert um 3,15 Prozent auf 13,075 Euro ab.

Mit Kursgewinnen von 2,75 Prozent waren im TecDax die Aktien von QSC gefragt. Analysten lobten sowohl den Umsatz als auch die operative Entwicklung des Telekomanbieters im dritten Quartal. Manz- Papiere hingegen gaben um 3,10 Prozent nach und waren schwächster Wert im Technologiewerte-Index. Trotz einer kräftigen Umsatzsteigerung in den ersten neun Monaten rechnet der Spezialmaschinenbauer im laufenden Quartal nur noch mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis.