London (dpa) - Der Goldpreis hat abermals einen neuen Rekordstand erreicht: Am Montag stieg der Goldpreis erstmals über die Marke von 1400 Dollar. In der Spitze erreichte der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) des Edelmetalls 1402,00 Dollar.

Der Goldpreis übertraf damit den am Freitag erreichten Rekord von 1397,85 Dollar. Zuletzt wurde der Goldpreis mit 1399,25 Dollar gehandelt.

Grund für den anhaltenden Höhenflug ist nach Angaben von Experten die von der US-Notenbank beschlossene Liquiditätsschwemme. Wegen der schleppenden Konjunkturerholung und der hohen Arbeitslosigkeit hatte die US-Notenbank am vergangenen Mittwoch zusätzliche Käufe von Staatsanleihen beschlossen. Die anhaltende Unsicherheit treibt die Anleger in den «sicheren Hafen» Gold.

Zudem habe aber auch die wieder stärker in den Blick geratene Schuldenkrise in der Eurozone den Goldpreis gestützt, sagten Händler. Vor allem die Zahlungsfähigkeit von Irland werde zunehmend in Zweifel gezogen. Beobachter befürchten, dass die irische Regierung ihr sechs Milliarden Euro schweres Sparpaket nicht durchsetzen kann. Die Regierung hat nur eine Mehrheit von drei Sitzen im Parlament. In diesem Umfeld werde Gold als Alternative zu Währungen gesucht.

In Euro gerechnet lag der Preis pro Unze am Morgen mit 1005 Euro knapp über der 1000-Euro Grenze. Von seinem Rekordhoch bei rund 1.050 Euro ist der Goldpreis damit noch ein Stück entfernt.